Grundschule Wiesenhof gewinnt 1. Preis für ihr Projekt zur nachaltigen Fischerei auf der Ideenexpo 2026 01.07.2026
Mit Einfallsreichtum und Begeisterung für Naturwissenschaften haben sechs Nachwuschsforscher der Grundschule Wiesenhof aus Wilhelmshaven bei dem Schulwettbewerb "Ideenfang" auf der Ideenexpo in Hannover den ersten Platz in der Kategorie der Grundschulen gewonnen. Überzeugt haben sie die Jury mit dem Projekt "Fischerei der Zukunft". Das wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro für die Schule belohnt. Zusätzlich erhielt das Siegerteam 1000 Euro als Reisekasse, um ein Technik-Event ihrer Wahl besuchen zu können.
In ihrem Projekt entwickelten die Wiesenhof-Schüler ein Fischernetz der Zukunf, das dazu beitragen kann, Ressourcen zu schonen, Beifang zu reduzieren und die Meere langfristig zu schützen. Ihre Ergebnisse präsentierten sie einem breiten Publikum während der Ideenexpo in Hannover. So konnten die Besucher:innen an diversen Mitmachaktionen selbst aktiv werden. An einer Angel- und Siebstation ließ sich etwa herausfinden, welche Maschengrößen geeignet sind, um möglichst viele Krabben zu fangen und unerwünschten Beifang zu vermeiden. Außerdem rückten sie das Thema Geisternetze und ihre Folgen für die Umwelt in den Fokus. Besucher:innen konnten sich auch spielerisch mit dem Berufsbild der Fischer auseinandersetzen - und wie sich die Branche für die Zukunft verändern muss. Dabei erklärten die Schüler, dass Fischer:innen künftig verstärkt ihren Fang direkt vermarkten, Besuchergruppen und Schulklassen auf Exkursionen mitnehmen und ihr Wissen über das Meer, den Naturschutz und die Fischerei weitergeben können, um auch künftig ein ausreichendes Einkommen zu erzielen und nachhaltig zu wirtschaften. Auch der Kutter der Zukunft spielte in dem Projekt eine wichtige Rolle. Moderne, umweltschonende Antriebe, energieeffiziente Technik und nachhaltige Arbeitsweisen wurden als wesentliche Bestandteile vorgestellt.
Während der sechsmonatigen Projektarbeit wurden die Schüler von unserem Projekt-Team "Lernen und Arbeiten in der Fischwirtschaft" begleitet und von den Lehrerinnen Tanja Meyenburg und Annalena Schmidt unterstützt. In der Zeit entwickelten die Schüler nicht nur kreative, nachhaltige Ideen, sondern eigneten sich auch umfangreiches Fachwissen an und lernten, ihre Ergebnisse verständlich und anschaulich zu präsentieren. Teil des Projektes war zudem die Teilnahme an der "Akademie am Meer - Fischerei" (s.u. Mitteilung vom 13.04.26), bei dem die Schüler im Austausch mit Expert:innen der Fischwirtschaft praxisnahe und aktuelle Einblicke in die Branche bekamen und an lösungsorientierten Projekten forschten.
Wir gratulieren der Grundschule Wiesenhof und den Schülern für dieses herausragende Ergebnis und sagen Danke für euer klasse Engagement!
Die Wilhelmshavener Zeitung berichtete am 30.06.26 über das Schulprojekt des Ideenfangs.
28.05.2026
"Erfahren, Erleben und Gestalten" - Internationales Expertentreffen in Vechta setzt neue Impulse für das Outdoor Learning
Vom Seminarraum direkt auf den Acker oder den Fischkutter: Eine Woche lang war die Universität Vechta Gastgeberin für das „International Outdoor Learning Network“. Expertinnen und Experten aus Dänemark, Schweden, Belgien und Österreich untersuchten in der Region, wie außerschulische Lernorte die zukünftige Bildung prägen. Im Fokus standen dabei nicht nur ökologische Themen, sondern auch die berufliche Orientierung und die Transformation des ländlichen Raums – im Oldenburger Münsterland und angrenzenden Regionen.
Organisiert und durchgeführt wurde die Tagung von Dr.in Gabriele Diersen und Annemarie Castillo Mispireta vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen.
Ob „Science Garden“ oder „Outdoor Learning“ – das Lernen unter freiem Himmel entwickelt sich weltweit von einem pädagogischen Nischenthema zu einem zentralen Pfeiler moderner Bildungskonzepte. Dass die Universität Vechta hierbei eine Schlüsselrolle einnimmt, haben die vergangenen Tage unterstrichen: Das Kompetenzzentrum Regionales Lernen empfing internationale Partner, um den „Vechtaer Weg“ in der Praxis zu präsentieren.
Der Eschpark in Lohne gehörte zu den ersten Stationen. Hier wurde für die Teilnehmenden greifbar, wie historische Kulturlandschaft und moderne Landwirtschaft als gemeinsamer Bildungsraum fungieren können. Die Expertinnen und Experten analysierten vor Ort, wie Lernendengruppen komplexe Zusammenhänge zwischen historischer Landnutzung und heutigen globalen Herausforderungen direkt vor Ort erarbeiten können.
„Außerschulisches Lernen ist weit mehr als ein Wandertag“, unterstreicht Dr. Gabriele Diersen, Geschäftsführende Leiterin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen. „Vielmehr stehen Erfahren, Erleben und Gestalten in und für die Region im Fokus; ebenso konkrete Lernangebote und Bildungsnetzwerke.“ „Es geht genauso darum, wissenschaftliche Erkenntnisse dort zu verstehen, wo sie gewonnen werden – sei es im Moor, auf dem Hof oder im Betrieb“, ergänzt Prof. Dr. Leif Mönter. „Der internationale Austausch zeigt uns, dass unsere Konzepte zur regionalen Verankerung von Bildung hochrelevant für die globale Nachhaltigkeitsdebatte sind“, so der wissenschaftliche Leiter des Kompetenzzentrums.
Die Exkursionen führten das Netzwerk über die Grenzen des Landkreises hinaus bis nach Neuharlingersiel. Auf einem Fischkutter wurden Lernmaterialien erprobt, die Berufsfelder, Wertschöpfungsketten und Herausforderungen der Fischwirtschaft thematisieren. Annemarie Castillo und Michèle Gürth demonstrierten Aufbau und Ergebnisse des Projekts „Arbeiten und Lernen für die Fischwirtschaft – erfahrungsorientiert und engagiert“. An der niedersächsischen Nordseeküste entsteht zum Thema Fischerei eine Bildungslandschaft, die die Region aktiv als Lernort erschließt. Außerschulische Lernorte, Schulen und Partner aus der Praxis wirken zusammen, um transformatives Lernen und Partizipation zu fördern.
Den Abschluss der praktischen Einblicke bildeten Besuche bei regionalen Industrieunternehmen wie Big Dutchman und Gramoflor. Hier rückte ein weiterer Schwerpunkt des Kompetenzzentrums in den Fokus: die Berufsorientierung. In Projekten wie „Zukunftsdialog+“ erörtern Jugendliche transformative Wirtschaftsprozesse – etwa die Kreislaufwirtschaft oder die Renaturierung von Mooren – direkt mit den Betrieben vor Ort.
Ein weiteres Highlight des Programms stellten die Schulbesuche dar. Mit der Ludgerus-Schule und der Overbergschule wurden zwei Schulen in Vechta besucht, die den Gästen hervorragende Einblicke in die aktuelle Schulentwicklung boten. Gerade die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern im Rahmen des Regionalen Lernens konnte an Beispielen herausgestellt werden.
Umrahmt wurde das Programm von Workshop- und Austauschangeboten, um Transfermöglichkeiten des Bildungskonzepts zu diskutieren und die weitere internationale Zusammenarbeit zu planen.
Das „International Outdoor Learning Network“
Bereits zum vierten Mal trafen sich Wissenschaftler:innen, Dozierende und Studierende aus Schweden (Lingköpings Universitet), Belgien (Thomas More University), Dänemark (Professionshöjskolen UCN Aalborg) und Österreich (PH Burgenland) zum internationalen Austausch. Vom 4. bis zum 8. Mai 2026 war die Gruppe zu Gast in Vechta. Seit 2022 ist das Netzwerk aktiv und tauscht sich zu den Potentialen, Konzepten und Bildungsprogrammen außerschulischen Lernens in den verschiedenen Ländern aus. Dabei werden sowohl die schulischen und außerschulischen Bildungsprogramme als auch die jeweilige nationale Vermittlung in den Lehramtsstudiengängen der einzelnen Länder diskutiert und reflektiert.
Hier geht es zur Pressemitteilung der Universität Vechta.
Die Teilnehmenden der Universitäten aus Dänemark, Schweden, Belgien, Österreich und Vechta, copyright: Universität Vechta
Erste „Akademie am Meer“ begeistert junge Forscherinnen und Forscher – Erfolgreiches Bildungsformat zur Fischerei
13.04.2026
Wie kommt der Fisch eigentlich auf den Tisch? Mit dieser und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Fischerei beschäftigten sich Mitte März 41 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 3 bis 6 intensiv bei der ersten „Akademie am Meer“ in Neuharlingersiel. Vier Tage lang tauchten die Kinder in die Welt der Fischerei ein – praxisnah, forschend und mit großer Begeisterung.
Zum Auftakt wurden die Teilnehmenden vom Bürgermeister Jürgen Peters begrüßt, der sich im Anschluss einer engagierten Fragerunde stellte. Dabei zeigten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie kritisch und interessiert sie sich bereits mit dem Thema auseinandersetzen.
Vielfältige Mitmach-Formate
Das Konzept der Fischerei-Akademie wurde in Kooperation mit dem Neuen Gymnasium Wilhelmshaven entwickelt und setzte auf handlungsorientiertes, forschendes und interessengeleitetes Lernen. In vielfältigen Mitmach-Formaten erkundeten die Kinder die Fischerei mit allen Sinnen: Eine Kutterfahrt ermöglichte nicht nur das Kennenlernen der Fangmethode zum Krabbenfang, sondern auch die direkte Untersuchung der gefangenen Arten sowie das Kochen und Probieren frischer Krabben an Bord. Weitere Programmpunkte umfassten eine Fisch-Sektion unter fachkundiger Anleitung eines Fischereibiologen, Einblicke in die Fischereigenossenschaft Neuharlingersiel und interessante Gespräche zum Berufsbild und Zukunftsfragen mit Gerold Conradi vom Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei sowie Spiele und Interviews zu Nachhaltigkeitsaspekten mit der Organisation Marine Stewardship Council.
Auch kreative und kulinarische Aspekte kamen nicht zu kurz: Bei einem Sushi-Kurs bereiteten die Teilnehmenden „Nordsee-Sushi“ zu, während interaktive Spiele und Bastel-Aktionen zusätzliche Perspektiven auf nachhaltige, zukünftige Fischerei eröffneten. Ein besonderes Highlight war zudem die Besichtigung der Produktionsabläufe in der Fischverarbeitung von „Greenland Seafood“ in Wilhelmshaven unter Leitung der Auszubildenden und anschließender Verköstigung von Fischstäbchen und Co.
Individuelle Schwerpunktsetzung
Individuelle Schwerpunktsetzung war ein zentraler Bestandteil der Akademie: Je nach Interesse wählten die Schülerinnen und Schüler eigene Forschungsthemen – von Fisch als Nahrungsmittel bis hin zu Zukunftsfragen der Fischerei. Mit großem Engagement arbeiteten die Gruppen oft bis in die Abendstunden an ihren Projekten. Selbst in den Pausen wurden eigeninitiativ Filme gedreht und geschnitten.
Den Abschluss bildete eine Rallye im UNESCO Wattenmeer Besucherzentrum, bevor die jungen Forschenden stolz ihre Ergebnisse vor den Eltern präsentierten und ihre Teilnahmeurkunden entgegennahmen.
Das durchweg positive Feedback der Kinder unterstreicht den Erfolg des Formats: „Mir hat gefallen, dass wir eine gute Zeit erleben konnten und viel gelernt haben. Am besten fand ich, dass wir Sushi machen konnten und mit dem Kutter fahren durften.“, berichtet eine Teilnehmerin. Auch ambivalente Erfahrungen wurden reflektiert: „Ich fand es eklig, einen Fisch aufzuschneiden, aber auch interessant und spannend!“
Die erste „Akademie am Meer - Fischerei“ zeigt eindrucksvoll, wie außerschulische Lernorte und praxisnahe Bildungsangebote Motivation, Talente und individuelles Lernen fördern können. Für Lehrkräfte bietet das Konzept wertvolle Impulse, um das Thema Fischerei im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung fächerübergreifend und erlebnisorientiert im Unterricht zu verankern.
Das Bildungsmodul kann zukünftig in regelmäßigen Zyklen eigenständig wiederholt und nach Bedarf angepasst werden.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, die die erste Akademie am Meer - Fischerei ermöglich haben:
der Küsten-Räucherei Albrecht in Carolinensiel für das Sponsoring von Nordsee-Fischen, der Fischereigenossenschaft Neuharlingersiel für die spannenden Einblicke hinter die Fischtheke, Greenland Seafood für die Betriebserkundung, Willi Jacobs & Team für die Ermöglichung der ersten, vorverlegten Kutterfahrt der Saison, Gerold Conradi für seine Zeit und spannenden Einblicke in den Beruf, Gerlinde Geltinger und Vivien Kudelka vom MSC für die hervorragend aufbereiteten Materialien und das tolle Meeres-Plakat, Dr. Jonas Müller für die große Unterstützung vor Ort, dem DJH-Resort Neuharlingersiel für die Flexibilität der Räumlichkeiten-Nutzung und dem gesamten Lehrkräfte- und Organisations-Team!
Weitere Impressionen der Akademie finden sich auf dem Blog des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven: www.ngw-blog.de
Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten können Sie unter folgenden Links anschauen:
Trickfilm: Wie kommt der Fisch auf den Tisch?
Podcast: Fischerei der Zukunft
Interviews: Nachhaltige Fischerei
Filmbeitrag: Nordstory - Berufe in der Fischwirtschaft
Theater-Aufführung: Fischerei früher und heute
Die Wilhelmshavener Zeitung berichtete am 17.03.26 über die Akademie am Meer.
03.03.2026
Die Grundschule Wiesenhof aus Wilhelmshaven nimmt mit "Fischerei-Projekt" am Ideenfang der diesjährigen IdeenExpo teil
Die Viertklässlerinnen und Viertklässler beschäftigen sich mit dem Thema „Die Fischerei der Zukunft“. In ihrem Projekt erkunden sie, was die Fischerei in Deutschland und insbesondere die Küstenfischerei charakterisiert, wie, wo und was überhaupt gefischt wird und mit welchen Herausforderungen die Fischwirtschaft in die Zukunft blickt. Dabei arbeitet die Grundschule mit Partnern aus der Praxis zusammen, um so im direkten Austausch mit den Expert:innen der Branche realitätsnahe und authentische Einblicke in die Fischwirtschaft zu erhalten und eigene Vorstellungen und Ideen diskutieren und entwickeln zu können. Wir freuen uns, die Schülerinnen und Schüler als Bildungspartner dabei begleiten und unterstützten zu dürfen.
Während der Projektarbeit erarbeiten die Kinder anschauliche Mitmach-Materialien zum Thema nachhaltige Fischerei der Zukunft, die auf der Ideenexpo präsentiert und ausprobiert werden können. Zentrales Exponat auf der Expo wird ein Fischernetz für die Zukunft sein, das von den Schülerinnen und Schülern gestaltet wird.
Die Grundschule Wiesenhof hat es mit ihrem Projekt in das Finale des Schülerwettbewerbs "Ideenfang" geschafft, der von der Stiftung Niedersachsen Metall ausgeschrieben und ausgerichtet wird. Während der IdeenExpo im Juni präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse sowohl dem Publikum, als auch einer Fach-Jury. Wir sind gespannt!
In der Wilhelmshavener Zeitung ist dazu ein Bericht erschienen, hier nachzulesen.
Erste "Akademie am Meer - Wie kommt der Fisch auf den Tisch" im März 2026 in Neuharlingersiel 20.11.2025
Wie kommt der Fisch auf den Tisch? Dieser Frage und vielen weiteren Aspekten rund um Fischerei und nachhaltiger Meeresnutzung können Schülerinnen und Schüler vom 13. bis zum 16. März 2026 im Rahmen einer „Akademie am Meer – Biosphäre“ auf den Grund gehen. In Zusammenarbeit mit dem Neuen Gymnasium Wilhelmshaven bietet das Bildungsprojekt „Lernen und Arbeiten in der Fischwirtschaft“ ein viertägiges Programm in Neuharlingersiel für Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten spannende und authentische Einblicke zu Themen wie Fischarten, Fischfang und -verarbeitung, Ernährungsaspekte und Nachhaltigkeitsdiskurse in der Fischerei im Austausch mit lokalen Fischern, dem Marine Stewardship Council und weiteren Expert:innen der Branche. Sie unternehmen eine Kutterfahrt, besichtigen ein fischverarbeitendes Unternehmen und versuchen sich selbst an der Zubereitung von Fischgerichten. Auch kreative und sportliche Einheiten kommen nicht zu kurz.
Anmeldungen zur Akademie mit der Empfehlung einer Lehrkraft sind durch die Eltern / Erziehungsberechtigten möglich. Die Kosten für den Aufenthalt im DJH Resort Neuharlingersiel und alle Aktionen belaufen sich auf 200 Euro pro Kind.
Wir freuen uns auf spannende, gemeinsame Tage in Neuharlingersiel!
Während der Akademie gibt es tägliche Einblicke auf dem Blog des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven.
30.10.2025
Erstes Netzwerktreffen norddeutscher Bildungsprojekte zur Fischwirtschaft und zum Meeresschutz in Hamburg
Anfang Oktober kamen im Internationalen Maritimen Museum Hamburg Vertreter:innen von vier norddeutschen Bildungsprojekten zusammen, die sich mit dem Thema Fischerei und Meeresschutz in schulischen und außerschulischen Kontexten beschäftigen. Ziel des Treffens war es, sich über Inhalte, Methoden und Materialien auszutauschen und Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkte des Treffens standen der intensive fachliche Austausch und die zukünftige Zusammenarbeit und Bündelung der Aktivitäten. Diskutiert wurden pädagogische Ansätze, die didaktisch-methodische Entwicklung von Lehr-Lern-Materialien sowie die Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen.
Alle Teilnehmenden bewerteten das Treffen als wegweisend, da erstmals Expertise zusammenfließt und die Aktivitäten sinnvoll gebündelt werden können. Das gemeinsame Ziel: Die in Schulen noch wenig behandelten Themen Fischwirtschaft und Meeresschutz sollen in Zukunft sowohl im Unterricht als auch im Rahmen informeller Bildung präsenter werden und mit praxisnahen Bildungsangeboten unterstützt werden.
An dem Treffen nahmen die Projektteams der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Projekt "Fisch macht Schule - Fischerei und Aquakultur in der Schulbildung"), das Gemeinschaftsprojekt "Back to School" der DAM Forschungsmission sustainMare, die Kieler Forschungswerkstatt, die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein ("Das Blaue Klassenzimmer") sowie unser Team vom Projekt "Lernen und Arbeiten in der Fischwirtschaft" teil.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens (v.l.n.r.): Stefanie Raddatz (Kieler Forschungswerkstatt), Dr. Jonas Müller (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Dr.in Gabriele Diersen (Universität Vechta), Annemarie Castillo Mispireta (Universität Vechta), Kai de Graaf (Center for Ocean & Society Kiel), Michèle Gürth (Selbst. Dozentin für Umweltbildung), Dr. Tobias Lasner (Johann Heinrich von Thünen-Institut Bremerhaven), Wiebke Homes (Zentrum für Marine Tropenforschung Bremen)
copyright: Wiebke Homes
Neues Bildungsangebot zur Küstenfischerei für Grundschulen in Wremen - Spannende Eprobung mit Wremer Viertklässlern 23.09.2025
Bis zuletzt wurden die Daumen gedrückt, dass das Wetter mitspielt, der erste Herbststurm kündigte sich an der Küste an. Die Erleichtung und Vorfreude der Grundschüler:innen war groß, als die Kutterfahrt mit dem Fischkutter "Claudia" vergangene Woche dann sogar noch bei etwas Sonnenschein stattfinden konnte. Die Tjede-Peckes-Grundschule Wremen nahm mit dem vierten Jahrgang an der ersten Erprobung am neuen Lernstandort in Wremen teil.
In Kooperation mit der Kutterevent & Fischerei GmbH, Betreiber des Fischkutters "Claudia" und mit dem Wremer Heimatkreis ´86 e.V. wurde ein neues Bildungsangebot für Wremen zum Thema Küstenfischerei entwickelt. Damit bieten wir erstmalig auch ein Programm für die Grundschulen an. Den ganzen Bericht zu der Erprobung lesen Sie gerne hier.
Anschauliche Einblicke in die Küstenfischerei - Viele Erkundungen zu den Lernstandorten nach den Sommerferien
11.09.2025
Mit frischem Wind sind unsere Bildungsangebote in das neue Schuljahr gestartet.
Nach den Sommerferien nahm der 8. Jahrgang der Herbert-Jander Schule Esens an Erkundungen in Neuharlingersiel teil. Nach einer Einführung im Unterricht ging es für die Schülerinnen und Schüler mit dem Fischkutter Gorch Fock von Neuharlingersiel hinaus ins Wattenmeer. An Bord vertieften sie ihr Wissen in Expertengruppen zu den Themen Fischereiberuf, Navigation, Meerestiere, Seehunde sowie Müll und Mikroplastik im Meer. Zurück im Hafen lernten die Jugendlichen bei einer Rallye den Fischereihafen Neuharlingersiel auf anschauliche Weise kennen. Insgesamt 111 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Esens von Klasse 5 bis 8 bekamen so erlebnisreiche Einblicke in die Küstenfischerei.
Das ursprünglich für die 5. und 6. Klassen entwickelte Programm wurde für höhere Jahrgänge erweitert und um spannende Themen ergänzt. So können nun auch Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 3 bis 8 am Lernstandort in Neuharlingersiel praxisnahe Einblicke in die Welt der Fischwirtschaft erhalten.
Parallel zum Auftakt in Neuharlingersiel können auch die Angebote der Lernorte in Ditzum, Cuxhaven und Greetsiel gebucht werden. Ziel ist es, die Vielfalt der Fischwirtschaft an verschiedenen außerschulischen Lernorten praxisnah erlebbar zu machen und Kinder und Jugendliche für die komplexen Zusammenhänge zu sensibilisieren.
„Runder Tisch der Geographiedidaktik Niedersachsen“ besucht Lernstandort in Neuharlingersiel 15.05.2025
Am Freitag, den 09. Mai 2025 bot das dritte Treffen des Runden Tisches der Geographiedidaktik Niedersachsen besondere Erlebnisse und Perspektiven. Die Professor:innen und deren Arbeitsgruppen der Geographiedidaktik und der Lehramtsausbildung an den Universitäten Hildesheim, Hannover, Osnabrück und Vechta führten das diesjährige Arbeitstreffen an der Nordseeküste in Neuharlingersiel durch. Organisiert wurde die Veranstaltung in diesem Jahr vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand das Projekt „Lernen und Arbeiten in der Fischereiwirtschaft – erlebnisorientiert und engagiert“, das vom europäischen Meeres-, Aquakultur- und Fischereifonds sowie dem niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird. Passend dazu wurde der Hafen in Neuharlingersiel als Treffpunkt ausgewählt, der als regionaler Lernstandort entwickelt wurde. Höhepunkt des Treffens war die Kutterfahrt auf dem ehemaligen Fischkutter „Gorch Fock“ von Anna-Lena und Willi Jacobs, der Teil des Bildungsangebots für Schulen ist. Dabei wurden Einblicke in die lokale Fischereiwirtschaft vermittelt, begleitet von einem Schaufischen sowie Beobachtungen der Seehunde auf vorgelagerten Sandbänken. An Bord wurden die entwickelten Bildungskonzepte und Materialien für das handlungsorientierte Regionale Lernen zum Thema Fischwirtschaft vorgestellt und diskutiert. Auch die Projektziele für die weitere Laufzeit von rund 29 Monaten wurden präsentiert.
Im Anschluss kamen die Teilnehmenden zu einer abschließenden Diskussions- und Reflexionsrunde in der Kurverwaltung Neuharlingersiel zusammen. Das Treffen bot einen konstruktiven Rahmen für kollegialen Austausch, die Vernetzung der Standorte sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer geographiedidaktischer Perspektiven.
Ideenaustausch im Museum für Wattenfischerei zur Entwicklung eines neuen Lernorts in Wremen 10.02.2025
Das neue Bildungsprojekt der Universität Vechta möchte Kindern und Jugendlichen fundierte und authentische Einblicke in die Fischwirtschaft vor Ort ermöglichen und sie aktiv einbinden. Neben bereits bestehenden außerschulischen Bildungsangeboten an der niedersächsischen Nordseeküste soll auch in Wremen ein außerschulischer Lernort zur Fischerei entwickelt werden.
Das Museum für Wattenfischerei ist als Kooperationspartner im Projekt beteiligt und hat zum Kennenlernen und für einen Ideenaustausch in das Museum eingeladen. Dafür trafen sich nun die Projektzuständigen von der Universität Vechta mit Lehrkräften der Oberschule Achtern Diek in Dorum und der Tjede-Peckes Grundschule Wremen, einem leitenden Mitarbeiter der Kutterfisch-Zentrale GmbH Cuxhaven, mehreren Krabbenfischern und Mitgliedern des Wremer Heimatkreisvorstandes. Thema waren nicht nur die Zukunftssorgen der Fischerei, sondern insbesondere auch, wie die regionale Fischwirtschaft Kindern und Jugendlichen erleb- und erfahrbar gemacht werden kann. Zahlreiche Projektideen und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit entstanden wie Kutterfahrten, Open-Air-Unterricht auf einem Fangschiff im Hafen, Praktika in vertretbaren Bereichen der Schiffe bzw. der Verarbeitung, Podcasts, oder von Schülerinnen und Schülern geplante Aktionen auf den jährlichen Krabben- oder Hafentagen. Das neue Bildungsangebot zur Fischerei in Wremen dient u.a. der Berufsorientierung, soll die Wertschätzung der Fischerei und des maritimen Erbes fördern und unterstützt Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg als mündige Verbraucher:innen und zukünftige Akteur:innen in der Region.
16.12.2024
Auftaktveranstaltung im Projekt "Lernen und Arbeiten in der Fischwirtschaft" im Nationalpark-Haus Fedderwardersiel
Für die Auftaktveranstaltung des neuen Bildungsprojektes trafen sich Vertreter:innen aus der Fischwirtschaft, Fischereimuseen, Nationalpark-Häusern und Schulen aus dem Raum niedersächsische Nordseeküste im Nationalpark-Haus Fedderwardersiel.
Jugendengagement zur Fischerei
Ina Korter vom Vorstand des Förderkreises Museum Butjadingen e.V. eröffnete die Veranstaltung. Sie betonte eindringlich die wichtige Bedeutung der Fischerei für die Küstenorte und hob die Relevanz des Projekts für Fedderwardersiel hervor. Das Projekt-Team der Universität Vechta unter der Leitung von Prof. Dr. Leif Mönter stellte das Vorhaben vor – dabei ist der Projektname Programm für die kommenden drei Jahre: An außerschulischen Lernorten und im Rahmen von eigenen Schulprojekten beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler zukünftig mit Fragestellungen wie: Welche Meerestiere leben eigentlich in der nahegelegenen Nordsee? Wie funktioniert nachhaltige Meeresfischerei? Und wie sehen die Wertschöpfungsketten und die Arbeit in der Fischwirtschaft aus? Bei diesen Fragen kann auch auf die Expertise des Vechta Institute of Sustainability Transformation in Rural Areas (VISTRA) zurückgegriffen werden, in dem die Verantwortlichen der Universität Vechta aktiv sind. Neben bereits etablierten außerschulischen Lernorten aus den Vorgängerprojekten in Neuharlingersiel, Greetsiel, Cuxhaven und Ditzum werden weitere Standorte mit neuen Themenschwerpunkten aufgebaut. So wird auch in Kooperation mit dem Nationalpark-Haus Fedderwardersiel und der lokalen Fischwirtschaft ein Bildungsangebot vor Ort zum Thema Fischerei entstehen. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendliche fundierte und authentische Einblicke in die Fischwirtschaft vor Ort zu ermöglichen und sie aktiv einzubinden. Annemarie Castillo ist zuständig für das Projektmanagement und freute sich, dass die Bildungsangebote weiterhin für teilnehmende Schulen kostenfrei sein werden und unter anderem der Bustransfer zu außerschulischen Lernorten abgedeckt werden kann.
Neue Impulse im Workshop
Bei einem Workshop tauschten sich die Teilnehmenden über Ideen und Anregungen für die Projektlaufzeit und die Zusammenarbeit aus. Dr.in Gabriele Diersen (Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen der Universität Vechta) bedankte sich abschließend für das große Engagement sowie die neuen Impulse und betonte die Chancen des Projektes für die Region. Es entstehe ein Bildungsnetzwerk und eine Gemeinschaft, die Kinder und Jugendliche an Fragestellungen der regionalen Entwicklung heranführt, sie einbindet und motiviert, sich als zukünftige Akteur:innen und mündige Verbraucher:innen zu engagieren.
Neues Bildungsprojekt zur Fischwirtschaft gestartet - Bildungsangebote ermöglichen erlebnisorientiertes Lernen für Schülerinnen und Schüler
25.11.2024
Welche Meerestiere leben eigentlich in der nahegelegenen Nordsee? Wie funktioniert die deutsche Meeresfischerei? Und wie sieht die Arbeit in der
Fischwirtschaft aus? Um Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in den Traditionsberuf, die Berufsmöglichkeiten sowie die Erzeugung der Lebensmittel zu geben, hatte das
Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta das Pilotprojekt „Außerschulische Lernorte in der Fischereiwirtschaft“ umgesetzt. Dabei kamen Schüler*innen auch in den direkten
Austausch mit den Expertinnen und Experten vor Ort. Das Kompetenzzentrum hat neben den Bildungsangeboten auch grundständig das deutschlandweit einzigartige Bildungsnetzwerk zur Fischwirtschaft
geknüpft. Das Pilotprojekt ist mittlerweile erfolgreich zu Ende gegangen – daran schließt sich nun das neue Bildungsprojekt „Lernen und Arbeiten in der Fischwirtschaft – erlebnisorientiert und
engagiert“ an. Gefördert wird das dreijährige Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds“ (EMFAF) und des niedersächsischen
Landwirtschaftsministeriums.
Die Nordseefischerei steht vor großen Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem eine alternde Fangflotte, zunehmende Einschränkung der
Fanggebiete, Nachwuchssorgen sowie Nutzungskonflikte in der Nordsee. Die Nachfrage nach Fischereierzeugnissen steigt derweil weltweit und national weiter an. Zudem stellt die Fischerei für die
Region ein wichtiges maritimes Erbe dar, welches zugleich eine wesentliche Basis für den Tourismus an der Küste ist. Das neue Projekt möchte Kinder und Jugendliche aktiv einbinden: Gemeinsam mit
Schulen und außerschulischen Institutionen werden im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Bildungsangebote zum exemplarischen, forschenden und handlungsorientierten Lernen in der
Fischwirtschaft und zum regionalen Engagement entwickelt und etabliert.
Durch das Vorhaben können Schüler*innen regionale Zusammenhänge ergründen und beginnen, in Form von eigenen Projekten, Lösungsstrategien kennen zu
lernen und für aktuelle Fragestellungen zu entwickeln. Angedacht sind Aktionstage auf Hafenfesten, öffentliche Ausstellungen, eigene Forschungsprojekte oder Schüler*innenfirmen mit einer
maritimen, fischereibezogenen Ausrichtung. So bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit zur Partizipation und können zukunftsweisende Transformationsprozesse der Region mitgestalten. Das
Kompetenzzentrum Regionales Lernen begleitet und unterstützt Schulen dabei, das Thema Fischwirtschaft als regional bedeutsamen Schwerpunkt ganzheitlich und langfristig in den Unterricht und die
Schulkultur einzubinden und zu verankern.
Darüber hinaus wird eine digitale Bildungsplattform zur Fischwirtschaft aufgebaut. Damit soll das Angebot an entsprechenden Unterrichtsmaterialien
ausgebaut werden. Die Plattform soll zahlreiche interaktive Angebote, Handreichungen für Lehrkräfte, fachliche Hintergrundinformationen und Kontakte zu außerschulischen Bildungseinrichtungen
bieten. Alle Schulen im deutschsprachigen Raum sollen das nutzen können.
Über das europäische Fischereinetzwerk FAMENET werden zudem Transfermöglichkeiten der Konzepte auf weitere europäische Regionen
eruiert.
Der EMFAF bietet in seinem Programm für Deutschland von 2021 bis 2027 Fördermittel für innovative Projekte, die eine nachhaltige Nutzung aquatischer und maritimer Ressourcen gewährleisten. Mit der Projektbewilligung ist das Bildungsprojekt das erste, das im zuständigen Fischwirtschaftsgebiet Niedersächsische Nordseeküste mit Mitteln aus der neuen EU-Förderperiode gefördert wird.
Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Leif Mönter, Didaktik der Geographie an der Universität Vechta. Bearbeitet wird das Projekt von Annemarie Castillo Mispireta am Kompetenzzentrum Regionales Lernen / VISTRA sowie von Michèle Gürth, der Leiterin des Nationalpark-Hauses Wangerland. Dr.in Gabriele Diersen begleitet das Projekt als geschäftsführende Leiterin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen an der Universität Vechta.
Neues Bildungsprojekt zur Miesmuschelfischerei 05.12.2022
Auch wenn die Miesmuschelfischerei in Niedersachsen nur für den Export produziert und wirtschaftlich eine geringere Bedeutung inne hält als die anderen Sparten der Küsten- und Hochseefischerei, handelt es sich doch um eine sehr ertragreiche Sparte der Küstenfischerei mit einem thematisch großen Bildungspotenzial.
Insbesondere im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) bieten sich vielseitige Zugänge weit über Themen der Landwirtschaft und Ernährung hinaus. Nachhaltigkeitsdiskurse, Nutzungskonflikte, ökologische Bedeutung der Miesmuschel im Wattenmeer, Agrarpolitik, globale Verflechtungen, Wertschöpfungsketten und Berufsorientierung stellen nur ausgewählte Themen dar. Aktuelle räumliche Prozesse und Entwicklungen im „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, den angrenzenden Ästuarien Ems, Jade, Weser, Elbe und dem Fischwirtschaftsgebiet wie zunehmende Nutzungsansprüche, wirtschaftliche und bauliche Entwicklungen sowie Auswirkungen des Klimawandels können Schülerinnen und Schülern am Beispiel der Muschelfischerei exemplarisch und anschaulich vermittelt werden.
Das Kompetenzzentrum Regionales Lernen wird für den Zeitraum November 2022 bis April 2023 vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds und dem Landwirtschaftsministerium Niedersachsen für die konzeptionelle Entwicklung von handlungsorientierten Lehr-Lernmaterialien für die Sekundarstufe I gefördert. Die Bildungsmaterialen werden frei zur Verfügung stehen und auf der Projekthomepage unter Materialen veröffentlicht werden.
Grundschule Sengwarden nimmt mit Meeresplastik-Projekt an Ideen-Expo teil 12.07.2022
Schon seit Beginn des Schulhalbjahres im Januar beschäftigte sich eine Gruppe aus Dritt- und Viertklässler*innen der Grundschule Sengwarden mit dem Thema Plastikverschmutzung der Meere.
Jede Woche forschten und experimentierten sie zu Ursachen und Eintragswegen von Plastik, Folgen der Plastikverschmutzung für die Meeresumwelt und stellten biologisch abbaubares Plastik her. Das Projekt wurde von der MINT-Koordinatorin des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven und vom Projekt „Außerschulische Lernorte in der Fischerei“ begleitet. Auch Besuche von verschiedenen Expertinnen und Experten, zum Beispiel des Wattenmeer-Besucherzentrums Wilhelmshaven und der Nationalpark-Verwaltung, gehörten zum Programm. Am Lernstandort in Neuharlingersiel erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Küstenfischerei und untersuchten Wasser- und Watt-Proben auf Mikroplastik.
Mit ihrem Projekt nahmen die Kinder am Ideenfang der Ideen-Expo Hannover teil, wo sie am 9. Juli als eine von drei ausgewählten Grundschulen ihr Projekt und die Forschungsergebnisse einer Fachjury und dem Publikum präsentieren durften. Die Ideen-Expo ist Europas größtes Jugend-Event für Technik und Naturwissenschaften – 425.000 Besucherinnen und Besucher nahmen in diesem Jahr teil. Für die Kinder war es ein einmaliges und spannendes Erlebnis und sie zeigten große Freude bei der Vorstellung ihrer eigenen Forschungsideen und -ergebnisse vor so einem großen und interessierten Publikum.
Internationaler Austausch - Projektvorstellung in Italien 01.12.2021
Vom 19. bis 21. November 2021 fand in Ferrara, Italien, die Veranstaltung "Sealogy - The European Exhibition on Blue Economy" statt. Dazu hatte das Europäische Netzwerk der Fischwirtschaftsgebiete FARNET 16 innovative, nachhaltige Förderprojekte aus verschiedenen europäischen Fischereiaktionsgruppen eingeladen. Wir freuen uns sehr, dass das Bildungsprojekt "Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft" ausgewählt wurde und wir unser Konzept und die Bildungsarbeit vor Ort in Ferrara vorstellen konnten.
Die ausgestellten Projekte tragen auf verschiedener Weise zum Aufbau und Entwicklung von sozial, ökonomisch und ökologisch widerstandsfähigen Küstengemeinden bei. Eine Übersicht der ausgestellten Projekte findet sich hier.
Das Bildungsprojekt stieß bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Messe auf großes Interesse und es fand ein sehr konstruktiver dynamischer Austausch statt. Im Gespräch mit den Vertreterinnen
und Vertretern der Projekte zeigte sich, dass viele Küstengemeinden vor ähnlichen Herausforderungen stehen und es erst wenige Beispiele schulischer oder außerschulischer Bildungsarbeit zur
Fischwirtschaft gibt. Wir freuen uns auf den zukünftigen Austausch und vielfältige Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit.
© FARNET Support Unit 2021
Aufbau des Bildungsnetzwerkes "Lernen in der Fischwirtschaft" 11.10.2021
Die Herbert-Jander-Hauptschule Esens war mit eine der ersten Schulen, die den neuen außerschulischen Lernort in Neuharlingersiel erprobt hat. Seitdem haben schon fünf Klassen der fünften und sechsten Jahrgänge an dem Bildungsangebot teilgenommen. Nun sind sie offizielle Partnerschule und Teil des neuen Bildungsnetzwerkes "Lernen in der Fischwirtschaft" (s. Pressebericht vom 11.10.21). Bereits seit November 2020 ist auch das Neue Gymnasium Wilhelmshaven Partnerschule im Netzwerk (s. Pressebericht vom 24.11.20).
Das Bildungsnetzwerk bringt die Bildungsträger der außerschulischen Lernstandorte und Partnerschulen zusammen, bietet Austauschmöglichkeiten und ermöglicht die gemeinsame Weiterentwicklung der Bildungsangebote und Lernstandorte. Das Kompetenzzentrum Regionales Lernen fungiert dabei als Koordinierungsstelle und wird zur Etablierung und Erweiterung des Netzwerkes beitragen, Bildungsträger und Schulen zu Konzepten und Angeboten zum Thema Fischwirtschaft beraten und wissenschaftliche Evaluierungen der Bildungsangebote durchführen.
Wenn auch Ihre Schule Interesse an einer Zusammenarbeit hat, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.
Digitale Unterrichtsmaterialien zur Küstenfischerei 22.07.2021
Im Rahmen des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ wurden Konzepte für den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht zum Thema Fischerei entwickelt.
Ein Unterrichtsvorschlag für die Klasse 5/6 unter dem Titel „Auf digitaler Entdeckungstour an der niedersächsischen Nordseeküste“ ist nun in der Fachzeitschrift „geographie heute“ vom Friedrich Verlag veröffentlicht worden. Mit QR-Codes auf der Karte Norddeutschlands gehen die Schülerinnen und Schüler dabei auf eine digitale Erkundungstour an der niedersächsischen Nordseeküste, indem sie zu unterschiedlichen Fischereihäfen Aufgaben auf der Plattform Learning Apps bearbeiten. Der Artikel beinhaltet neben einem inhaltlichen Einstieg in das Thema Küstenfischerei methodisch-didaktische Herangehensweisen sowie kompetenz- und handlungsorientierte Materialien.
Das Heft mit dem Materialpaket können Sie hier erwerben (geographie heute Nr. 354/2021 Ausgabe #geographie#digital).
Bei Fragen oder Interesse einer geleiteten Durchführung sind wir gerne Ihr Ansprechpartner.
Weitere multimediale Unterrichtsbausteine für die Durchführung in der Schule zum Thema Meeresfischerei im Rahmen einer Lernwerkstatt für die Klasse 7/8 und zum Thema Nachhaltige Fischerei für die Klassen 9/10 werden derzeit erprobt und anschließend zur kostenfreien Nutzung veröffentlicht.
Erprobung neuer Unterrichtskonzepte für die Grundschule 20.07.2021
"Es herrscht gerade ein sehr produktives, kreatives Chaos!" so beschreibt Schulleiterin Ute Schürmann (GS Sengwarden) die Arbeitsphase, in der die Schülerinnen und Schüler das Bühnenbild für ihren ganz eigenen Film gestalten - Thema: Die Verschmutzung der Meere durch Plastik.
Die Studentin Lea Loél der Universität Oldenburg führt diesen Projekttag im Rahmen ihrer Masterarbeit im Fach Sachunterricht durch und wird dabei betreut von Dr. Wiebke Endres (Neues Gymnasium Wilhelmshaven) und Annemarie Castillo (Universität Vechta). Dabei sollen handlungsorientierte Unterrichtskonzepte und -materialien zum Themenfeld Fischerei entwickelt, erprobt und evaluiert werden.
In den vorangegangenen Stunden haben die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen das Problem rund um die Verschmutzung der Meere durch Plastik selbstständig erarbeitet.
Nun gilt es, das Wissen zu kommunizieren - in Form von selbstgedrehten StopMotion-Filmen. Ein Drehbuch wird geschrieben, die Charaktere der Geschichte gebastelt und Geräusche erprobt. "Die Begeisterung, mit der die Kinder spielerisch die komplexen Inhalte umsetzen, ist dabei ansteckend", bemerkt Frau Castillo, die das vom EMFF geförderte Bildungsprojekt "Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft" leitet. "In der Kommunikation, in der Darstellung der Inhalte durch die Kinder können wir sehr viel bezüglich des erworbenen Konzept-Netzwerks schlussfolgern. Wir können Aussagen zur Schwerpunktsetzung der Schülerinnen und Schüler formulieren - ein ganz neuer methodischere Ansatz, das über dies Medium zu evaluieren", betont Dr. Wiebke Endres. Frau Schürmann unterstreicht die Bedeutung einer solchen Einheit als "Brücke" zur weiterführenden Schule und begrüßt sehr die Zusammenarbeit.
Die Vorführung der Filme wie im Kino wird mit großem Applaus bewertet - alle Beteiligten zeigen sich begeistert von der kreativen Ausgestaltung der komplexen Thematik. Einblick in einen der Kurzfilme aus der 3. Klasse gibt es hier zu sehen.
In der Wilhelmshavener Zeitung ist dazu ein Artikel erschienen.
Publikationen der Ergebnisse aus der Masterarbeit sind in Planung.
Neue Zusammenarbeit mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 21.05.2021
"Wie kommt der Fisch auf den Teller?"
Welche Fischarten gibt es in der Nordsee, wie können Fische im Wasser atmen und schwimmen? Wie werden Fische gefangen und wie werden daraus Fischstäbchen oder andere Fischprodukte? Fragen, die Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen stellen.
So ist das Thema Fischerei auch schon für den Grundschulbereich interessant. Es tangiert zahlreiche zentrale Themen des Sachunterrichts, sodass vielfältige Anknüpfungen in der Unterrichtspraxis möglich sind. Das Angebot von aktuellen Unterrichtsmaterialien zu dem Thema für die Klassen 1 bis 4 ist jedoch überschaubar. Vor diesem Hintergrund entstand eine neue Zusammenarbeit mit Frau Dr. Wiebke Endres vom Neuen Gymnasium Wilhelmshaven, Partnerschule im Projekt, und der Universität Oldenburg, Abteilung Didaktik des Sachunterrichts unter der Leitung von Prof. Dr. Maja Brückmann.
Im Rahmen von Masterarbeiten werden handlungsorientierte Unterrichtskonzepte und Lehr-Lernmaterialien zum Thema Fischerei für die Grundschule entwickelt, erprobt und evaluiert. Die Ergebnisse werden anschließend publiziert.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Südkoreanischer Radiosender zu Gast im Projekt "Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft" 07.10.2019
Der südkoreanische Radiosender BeFM aus Busan beschäftigt sich in einer Dokumentation mit erfolgreichen Projekten in Europa zum Thema nachhaltige Entwicklungen für Fischergemeinden. Daher hat sich der Produzent des Senders, Hyunjoon Jang, am 4. Oktober 2019 für ein Interview mit der Projektleitung, Prof. Dr. Martina Flath, der Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen Dr. Gabriele Diersen sowie der Projektmanagerin Annemarie Castillo getroffen.
Fischerdörfer in Südkorea stehen vor großen Herausforderungen durch Abwanderung der jungen Bevölkerung und Nachwuchsmangel in der Fischereibranche. Neben einem weiteren europäischen Projekt hat das Netzwerk der europäischen Fischwirtschaftsgebieten (FARNET) unser Projekt für die Radiodokumentation empfohlen.
Im Fokus des Gesprächs standen die Hintergründe für die Förderung eines Bildungsprojektes zum Thema Fischwirtschaft sowie die Ziele, Herangehensweise und Erfolge des Projektes.
Wir freuen uns, dass das Projekt eine überregionale, internationale Reichweite hat und wir unsere Erfahrungen aus der Bildungsarbeit auch außerhalb Europas weitergeben können.
Die Pressemitteilung finden Sie hier.
Projekt „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ erhält weitere Förderung 21.08.2019
Das Projekt vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta wird vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gefördert. Nun wurde eine Verlängerung um weitere drei Jahre bis Oktober 2022 mit einem Fördervolumen von 276.140 EUR bewilligt.
In der ersten Projektphase (10/2017 bis 10/2019) wurden außerschulische Lernorte in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven aufgebaut, Lernmodule entwickelt und erprobt.
Ziel der neuen Projektphase ist es, die Bildungsarbeit der außerschulischen Lernorte zu verstetigen und die Lehr-Lernangebote auf weitere Lernorte zu übertragen und weiterzuentwickeln. Zudem soll ein regionales Bildungsnetzwerk zum Thema Fischwirtschaft mit allen außerschulischen Lernorten und Partnerschulen aufgebaut und Fortbildungen zu ausgewählten Themen des außerschulischen Lernens angeboten werden.
Projekt "Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft" als Good Practice Beispiel
ausgewählt
02.04.2019
FARNET - Fisheries Areas Network ist ein Netz der europäischen Fischwirtschaftsgebiete für die Durchführung von Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Bis zum Dezember 2018 wurden europaweit über 3.580 Projekte vom EMFF angenommen. Die FARNET-Unterstützungsstelle wählt fortlaufend lokale Projekte aus, die ein gelungenes Beispiel für andere Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete darstellen.
Wir freuen uns über diese Auszeichung!
Hier finden Sie die Good Practice Short Story über unser Projekt.
Das Projekt wird durchgeführt von
Das Projekt wird gefördert von
